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Wie viele Cocktails pro Person sollte ich für eine Party planen?

Plane zuerst alle Getränke und gib Cocktails danach einen realistischen Anteil, statt eine volle Cocktailmenge zusätzlich zu addieren.

Kurze Antwort

Für eine vierstündige Party mit Bier, Wein und alkoholfreien Getränken sind grob ein bis zwei Cocktailportionen pro Gast auf der Gästeliste ein praktischer Startwert. Sind Cocktails die wichtigste alkoholische Kategorie, plane eher zwei bis drei Portionen pro erwachsenem Gast, der sie voraussichtlich wählt. Addiere diese Zahl nicht zu vollständigen Bier- und Weinmengen. Schätze zuerst alle Portionen des Events und lege danach den Cocktailanteil fest. Die Werte dienen Einkauf und Ausschank, nicht als persönliches Trinkziel. Wasser und attraktive alkoholfreie Getränke brauchen einen eigenen Anteil.

Cocktailportionen zählen, nicht nur Gäste

Ein Gast auf der Gästeliste ist nicht automatisch ein Cocktailgast. Kinder, Fahrer, Nichttrinker sowie Gäste mit Vorliebe für Bier oder Wein verkleinern die wahrscheinliche Cocktail-Zielgruppe. Beginne mit den Erwachsenen, die Cocktails wählen könnten. Im gesamten Getränkeplan bleiben trotzdem alle Personen enthalten, weil sie Wasser und andere Optionen brauchen.

Eine Cocktailportion ist ein fertiger Drink aus der vorgesehenen Rezeptur und Ausschankmenge. Ein großer Highball und ein kleiner Sour sind für den Einkauf nicht austauschbar. Lege Glas und Portionsgröße vor dem Hochrechnen fest und verwende beim Event denselben Jigger beziehungsweise dieselbe Messhilfe.

Cocktails als Anteil des gesamten Menüs planen

Eine einfache Formel lautet: gesamte Eventportionen × Cocktailanteil = geplante Cocktailportionen. Brauchen 50 Gäste zum Beispiel ungefähr 275 Portionen über die ganze Party und sollen Cocktails 25 Prozent ausmachen, planst du rund 69 Cocktails. Die übrigen 206 Portionen verteilst du auf Bier, Wein, Wasser und Alkoholfreies.

Der Prozentanteil ist wichtiger als eine allgemeine Pro-Kopf-Regel. Bei einem einzelnen Signature Drink können 15 bis 25 Prozent passen. Auf einer cocktailbetonten Party mit wenigen anderen alkoholischen Optionen sind 40 Prozent oder mehr denkbar. Einladung, Eventstil und das Wissen der Gastgeber über ihre Gäste bestimmen den Ansatz.

  • Nicht gleichzeitig volle Bier-, Wein- und Cocktailmengen für dieselben Personen addieren.
  • Wasser und alkoholfreie Portionen im gesamten Eventbedarf belassen.
  • Weniger Cocktailvarianten anbieten, wenn jede eigene Flaschen und Garnituren braucht.
  • Eine moderate Reserve erst nach der Aufteilung des Menüs ergänzen.

Dauer und Ausschank berücksichtigen

Ein zweistündiger Empfang braucht weniger Runden als ein sechsstündiger Abend. Späte Stunden erhöhen den Bedarf meist langsamer als die Anfangsphase. Ein gleich hoher Wert für jede Stunde kann die Menge deshalb übertreiben. Essen, Wetter, Ankunftszeiten und ein frühes Ende verändern Anzahl und Mix zusätzlich.

Auch die Geschwindigkeit am Ausschank begrenzt die Bestellungen. Geschüttelte Drinks mit mehreren Garnituren dauern länger als ein gebauter Longdrink. Bedient eine Person viele Gäste, sollte die Karte kurz sein. Geeignete Bestandteile lassen sich vorportionieren oder batchen. Teste vorher, wie viele fertige Drinks die Station in einer realistischen Stoßzeit schafft.

Aus Portionen eine Vorbereitungsliste machen

Steht die Cocktailzahl, verteilst du sie auf die Rezepte. Sind 80 Cocktails und zwei gleich beliebte Drinks geplant, startest du mit je 40 Portionen. Bei einem klaren Favoriten ergibt eine Aufteilung von 60 zu 40 Prozent 48 und 32 Drinks. Rechne danach jede Rezeptzutat mit der jeweiligen Anzahl hoch.

Eine kurze Vorbereitungsliste enthält Portionen, Milliliter je Zutat, Flaschenzahl, Liter Mixer, Garniturstücke und Eis. Trenne Eis im Glas von Eis zum Shaken oder Kühlen. Runde Flaschen und Packungen erst nach der Berechnung jeder Zutat auf, denn unterschiedliche Spirituosen lassen sich nicht zu einer theoretischen Flasche zusammenfassen.

Beispiele aus der Planung

30 Gäste mit gemischter Getränkekarte

Bei fünf gesamten Portionen pro Gast liegt der Arbeitswert bei 150. Ein Cocktailanteil von 20 Prozent ergibt 30 Cocktails, also rechnerisch einen pro Gast auf der Gästeliste. Die übrigen 120 Portionen brauchen weiterhin eine sinnvolle Aufteilung auf Bier, Wein, Wasser und Alkoholfreies.

50 Gäste bei einem cocktailbetonten Geburtstag

Nimm 275 gesamte Eventportionen und einen Cocktailanteil von 40 Prozent an. Das ergibt 110 Cocktails. Bei zwei Rezepten mit einer Beliebtheit von 60 zu 40 Prozent bereitest du ungefähr 66 Portionen des Favoriten und 44 des zweiten Drinks vor.

100 Gäste mit einem Signature Drink

Enthält der vollständige Plan 650 Portionen und entfallen 15 Prozent auf den Begrüßungscocktail, sind das rund 98 Cocktails. Nicht jeder Gast bekommt automatisch einen; die Menge deckt die tatsächlichen Bestellungen, während Wasser und andere Kategorien separat geplant werden.

Nächster Schritt

Ordne die Cocktailmenge in deinen gesamten Eventplan ein

Brorano schätzt Cocktailportionen als Teil des Events, den Getränkemix, Eis im Glas, Einkaufskategorien und allgemeine Gebindemengen sowie einen groben Kostenrahmen. Benannte Rezepte und die Batch-Verdünnung rechnet Brorano nicht hoch; dafür nutzt du die Rechnung aus diesem Ratgeber.

Häufige Fragen

Reichen zwei Cocktails pro Person?

Für eine vierstündige Party mit gemischter Karte kann das ein brauchbarer Einkaufswert sein, allgemeingültig ist er nicht. Prüfe, wie viele Erwachsene Cocktails wählen, welche anderen Getränke konkurrieren, wie lange das Event dauert und wie schnell der Ausschank arbeiten kann.

Zählen Nichttrinker bei der Cocktailmenge mit?

Beim Bedarf alkoholischer Cocktails zählen sie nicht mit, im gesamten Eventplan aber schon. Sie brauchen Wasser, Softdrinks, Säfte oder Mocktails. Ein alkoholfreier Cocktail wird mit eigener Rezeptur und eigener Portionszahl geplant.

Wie viele Cocktailrezepte sollte eine Party anbieten?

Zwei oder drei gut gewählte Drinks lassen sich meist einfacher einkaufen und servieren als eine lange Karte. Mehr Rezepte teilen den Bedarf in kleinere, unsichere Mengen, öffnen mehr Flaschen und erhöhen das Risiko, dass ein langsamer Drink die Bar blockiert.

Berechnet Brorano die Zutaten jedes Cocktails?

Nein. Brorano schätzt Cocktailportionen im gesamten Event, Getränkemix, Eis im Glas, allgemeine Einkaufskategorien und Gebinde sowie einen Kostenrahmen. Das benannte Rezept und seine Verdünnung rechnest du mit den Formeln dieser Ratgeber hoch.

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