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Wie rechne ich ein Cocktail-Rezept für viele Personen hoch?

Teile die benötigten Portionen durch die ursprüngliche Rezeptausbeute und multipliziere jede Zutat mit demselben Faktor, bevor du Gebinde rundest.

Kurze Antwort

Nutze die Formel: Skalierungsfaktor = benötigte Portionen ÷ ursprüngliche Rezeptausbeute. Multipliziere jede Zutat mit diesem Faktor. Ergibt ein Rezept 8 Drinks und du brauchst 60, beträgt der Faktor 7,5. Aus 400 ml werden 3.000 ml, aus 160 ml werden 1.200 ml. Rechne durchgehend in einer Einheit, erhalte das Verhältnis und runde erst bei der Umrechnung der fertigen Zutatenmengen in Flaschen oder Packungen. Garnitur, Arbeitseis, Verdünnung und kohlensäurehaltige Top-ups werden separat geprüft, weil sie sich nicht immer identisch skalieren lassen.

Ausbeute und Portionsgröße des Grundrezepts festlegen

Ein Mengenrechner braucht eine verlässliche Ausgangsausbeute. Ein Einzelrezept ergibt eine Portion. Ein Krugrezept nennt vielleicht acht Portionen; prüfe trotzdem, wie viele Milliliter eine Portion hat und welches Glas sie füllt. Ist die Angabe unklar, miss einen fertig zubereiteten Drink, bevor du hochrechnest.

Schreibe jede Zutat in Milliliter oder Gramm auf, statt Unzen, Zentiliter, Flaschenanteile und Barlöffel zu mischen. Eine Flüssigunze entspricht etwa 29,6 ml. 30 ml können praktisch sein, wenn das Originalrezept mit diesem Barmaß entwickelt wurde. Entscheide dich für eine Konvention und bleibe dabei.

Einen Faktor auf jede Zutat anwenden

Derselbe Faktor gilt für Spirituosen, Liköre, Sirupe, Säfte und stilles Wasser, das bereits im Rezept steht. Bei einem Faktor von 7,5 darf nicht eine Zutat mit 7 und eine andere mit 8 multipliziert werden. Sonst verschiebt sich die Balance. Behalte Dezimalwerte, bis alle Zutaten berechnet sind.

Eine Tabelle braucht nur drei Spalten: Menge im Grundrezept, Skalierungsfaktor und benötigte Menge. Bei 25 ml und einem Faktor von 7,5 entstehen 187,5 ml. Meist ist es besser, 188 ml zu messen, als sofort auf 200 ml aufzurunden und denselben Fehler bei mehreren Zutaten zu wiederholen.

  • Benötigte Portionen ÷ Grundausbeute ergibt den Skalierungsfaktor.
  • Grundmenge der Zutat × Faktor ergibt die benötigte Zutatenmenge.
  • Alle Flüssigkeiten vor der Flaschenrechnung in Milliliter umwandeln.
  • Einkaufsgebinde erst nach dem vollständigen Hochrechnen runden.

Bestandteile mit anderer Behandlung trennen

Soda, Tonic, Schaumwein und andere kohlensäurehaltige Top-ups lassen sich häufig besser beim Ausschank ergänzen. Berechne ihre Gesamtmenge, halte sie aber außerhalb eines stillen Batches, wenn das Rezept davon profitiert. Frische Garnitur wird nach fertigen Portionen gezählt; eine große Zitrusscheibe kann mehrere Stücke pro Frucht erlauben.

Auch Verdünnung bekommt eine eigene Zeile. Ein geschüttelter oder gerührter Drink erhält während der Zubereitung Wasser aus dem Eis. Soll der Batch vorverdünnt werden, leite die Wassermenge aus einer getesteten Einzelportion ab. Eis zum Servieren, Mixen und Kühlen von Flaschen sind getrennte betriebliche Mengen.

Das hochgerechnete Rezept mit dem Ausschank abgleichen

Bereite vor der Gesamtmenge einen kleinen Testbatch mit derselben Rechenlogik, Wassermenge, Temperatur, Mixer, Glasgröße und Garnitur zu. Verkosten und miss die endgültige Ausbeute. Säure von Zitrusfrüchten, Sirupstärke und Gebinde handelsüblicher Mixer können vom geschriebenen Rezept abweichen.

Teile die große Menge danach auf Behälter auf, die das Team heben, kühlen, beschriften und genau ausgießen kann. Notiere Rezeptname, enthaltene Portionen und Zutaten, die erst später dazukommen. Eine Kopie der Rechnung an der Station hilft, bei Bedarf einen weiteren Batch im gleichen Verhältnis herzustellen.

Beispiele aus der Planung

Ein Rezept von 8 auf 60 Drinks skalieren

Der Faktor lautet 60 ÷ 8 = 7,5. Enthält das Grundrezept 400 ml Spirituose, 200 ml Likör, 240 ml Zitrus und 160 ml Sirup, entstehen 3.000 ml, 1.500 ml, 1.800 ml und 1.200 ml. Verdünnung und mögliche Top-ups kommen danach.

10 Portionen auf 65 hochrechnen

Der Faktor beträgt 6,5. Aus 500 ml werden 3.250 ml, aus 300 ml werden 1.950 ml und aus 20 Garniturstücken werden 130. Behalte die berechneten Flüssigkeitsmengen zunächst exakt und rechne 3.250 ml erst danach in die angebotenen Flaschengrößen um.

Einen einzelnen Drink auf 75 skalieren

Bei einem Einzelrezept entspricht der Faktor der benötigten Menge: 75. Aus 45 ml Spirituose werden 3.375 ml, aus 20 ml Sirup 1.500 ml und aus 25 ml Saft 1.875 ml. Kohlensäurehaltiger Top-up und Serviceeis bleiben eigene Positionen.

Nächster Schritt

Ordne die Cocktailmenge in deinen gesamten Eventplan ein

Brorano schätzt Cocktailportionen als Teil des Events, den Getränkemix, Eis im Glas, Einkaufskategorien und allgemeine Gebindemengen sowie einen groben Kostenrahmen. Benannte Rezepte und die Batch-Verdünnung rechnet Brorano nicht hoch; dafür nutzt du die Rechnung aus diesem Ratgeber.

Häufige Fragen

Kann ich jede Zutat auf die nächste volle Flasche runden?

Runde die Einkaufsmenge, nicht das Rezeptverhältnis. Berechne zuerst die exakten Milliliter jeder Zutat. Kaufe ganze Flaschen, gib aber nur die benötigte Menge in den Batch, solange keine bewusste Rezeptanpassung getestet wurde.

Wie skaliere ich ein Rezept in Unzen?

Bleibe entweder vollständig bei Unzen oder wandle alle Mengen vor dem Multiplizieren in Milliliter um. Mische beide Systeme nicht in einer Rechnung. Entscheide für die Barpraxis, ob eine Unze exakt 29,6 ml oder den beabsichtigten 30-ml-Pour des Originals bedeutet.

Nutzen Garnitur und Eis denselben Skalierungsfaktor?

Garniturstücke folgen meist der Zahl fertiger Drinks, der Ertrag einer Frucht schwankt jedoch. Eis hängt von Zubereitung und Service ab: Arbeitseis, Eis im Glas und Kühleis sind verschiedene Bedarfe. Berechne sie nach der Cocktailzahl separat.

Kann Brorano mein benanntes Cocktailrezept hochrechnen?

Nein. Für die Zutaten nutzt du die Formel dieses Ratgebers. Brorano unterstützt den nächsten Schritt: Cocktailportionen im gesamten Event, den breiteren Getränkemix, Eis im Glas, allgemeine Einkaufsgebinde und einen groben Kostenrahmen schätzen.

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