Wie viel Eis brauche ich pro Cocktail?
Trenne Eis im Glas von Arbeits- und Kühlungseis und berechne jede Menge passend zu Drink, Glas und Service.
Kurze Antwort
Für ein Event berechnest du Eis pro Cocktail in getrennten Bereichen. Serviereis kommt ins Gästeglas, Arbeitseis wird zum Shaken oder Rühren genutzt und Kühlungseis kühlt Flaschen oder Wannen. Für Serviereis füllst du das gewählte Glas genau wie beim Ausschank, wiegst das Eis und multiplizierst den Wert mit den geplanten Portionen. Ein erster Test kann je nach Glas, Eisgröße und Drinkstil ungefähr bei 100 bis 160 Gramm liegen, doch das gewogene Glas ist verlässlicher als eine allgemeine Regel. Arbeitseis kommt nur für Drinks hinzu, die tatsächlich geshakt oder gerührt werden. Brorano kann Eis im Glas plus Schmelzreserve aus dem Cocktailmix des Events schätzen; Flaschen- oder Fasskühlung ist nicht enthalten.
Die drei Aufgaben von Eis getrennt planen
Eine einzige Zahl namens „Eis“ vermischt schnell drei Verwendungen. Serviereis bleibt im Highball-, Tumbler- oder Crushed-Ice-Drink. Arbeitseis kommt in Shaker oder Rührglas und ist normalerweise nicht dasselbe Eis, das der Gast erhält. Kühlungseis liegt um Flaschen, Dosen oder Behälter. Führe diese Bereiche als eigene Zeilen in der Einkaufsliste, damit eine volle Kühlwanne nicht unbemerkt den Vorrat für die Drinks verbraucht.
Ordne vor der Rechnung jeden Menüpunkt ein. Ein gebauter Longdrink braucht eventuell nur Serviereis. Ein geshakter Drink, der ohne Eis serviert wird, braucht Arbeitseis, aber kein Eis im Gästeglas. Ein geshakter Drink auf frischen Würfeln benötigt beides. Bei vorbereiteten Batches ändert sich der Ablauf erneut: Frisches Serviereis und die Verdünnung im Rezept bleiben zwei getrennte Größen.
- Serviereis: die gemessene Füllung im Gästeglas
- Arbeitseis: Eis für Shaker oder Rührglas
- Kühlungseis: Flaschen, Dosen, Wannen oder Transportboxen
Serviereis mit dem echten Glas berechnen
Mache einen kleinen Aufbautest mit Glas, Schaufel und Eisformat der späteren Bar. Fülle ein Glas bis zur geplanten Servierhöhe, wiege das Eis ohne Glas und wiederhole den Test dreimal. Verwende den Durchschnitt in Gramm. Die Formel lautet: Portionen × Gramm Serviereis je Drink ÷ 1.000 = Kilogramm Serviereis. Wiegen 80 Highballs im Schnitt 120 Gramm, beträgt der Grundbedarf 9,6 Kilogramm.
Die Eisform zählt, weil große Würfel, kleine Maschineneiswürfel und Crushed Ice unterschiedlich dicht liegen. Auch das Glasvolumen wirkt sich aus: Dasselbe Flüssigrezept kann in einem schmalen Highballglas eine andere Eismenge brauchen als in einem breiten Tumbler. Gemessene 100 bis 160 Gramm sind für viele Drinks mit Eis ein brauchbarer Startbereich, aber keine feste Vorgabe. Ungewöhnliche Gläser und Crushed-Ice-Drinks werden separat getestet.
Arbeitseis addieren, ohne Verdünnung doppelt zu zählen
Für geshakte oder gerührte Cocktails notierst du, wie viel Eis der Bartender pro Zubereitung einsetzt und wie viele Portionen dabei entstehen. Braucht eine Shakerfüllung ungefähr 300 Gramm für zwei Drinks, ergeben 60 Drinks dreißig Shakerfüllungen und damit 9 Kilogramm Arbeitseis vor einem Servicepuffer. Miss die übliche Eisschaufel oder den gefüllten Shaker anstatt für jede Bar denselben Wert anzunehmen.
Arbeitseis kühlt und verdünnt während der Zubereitung. Es darf nicht zusätzlich als Rezeptwasser eingetragen werden, außer die Batch-Methode ersetzt diesen Schritt bewusst. Bei einem vorverdünnten Batch auf frischen Würfeln berechnest du das zugegebene Wasser im Rezept und das frische Serviereis hier. So werden Flüssigkeitsmenge, Arbeitseis und Glasfüllung nicht zu einer unklaren Summe.
Schmelzreserve, Lagerung und Nachschub organisieren
An der Bar kann weniger Eis ankommen als gekauft wurde, weil warme Bedingungen, Transport, häufiges Öffnen und die Servicedauer Schmelzverluste verursachen. Wähle einen Puffer passend zum Ort und Ablauf: Lieferzeit, isolierte Lagerung, Weg zur Bar, Innen- oder Außenbereich und möglicher Nachkauf. Ein kurzer Indoor-Service direkt neben einem Tiefkühler braucht einen anderen Zuschlag als eine lange Bar im Freien.
Lagere die Eisarten in klar beschrifteten Behältern und bestücke die Station mit kleineren Mengen nach. Auf dem Ablaufblatt stehen Startbestand an der Bar, Reservebestand und die zuständige Person für Nachschub. Kühlungseis wird separat nach Wannen und Getränkemenge berechnet. Das Eis-Ergebnis von Brorano bezieht sich auf Eis im Glas mit Planungspuffer; Kühlung ergänzt du außerhalb des Rechners.
Beispiele aus der Planung
40 Highballs auf frischen Würfeln
Das Testglas fasst durchschnittlich 120 Gramm. Der Grundbedarf an Serviereis ist 40 × 120 g = 4.800 g oder 4,8 kg. Nach Prüfung von Lagerung und Lieferung kommt ein passender Schmelzpuffer hinzu; Kühlungseis bleibt eine eigene Zeile.
60 geshakte Cocktails auf Eis
Der Glastest ergibt 140 Gramm, also werden 8,4 kg frisches Serviereis benötigt. Entstehen zwei Drinks mit einer Shakerfüllung von 300 g, brauchen dreißig Füllungen weitere 9 kg Arbeitseis. Beide Mengen werden vor ihren Servicepuffern getrennt erfasst.
100 Cocktails mit zwei Servierarten
Sechzig Highballs mit 110 Gramm brauchen 6,6 kg Serviereis. Vierzig Drinks ohne Eis im finalen Glas benötigen zwanzig Shakerfüllungen für je zwei Drinks; bei 280 Gramm sind das 5,6 kg Arbeitseis. Der Grundbedarf beträgt 12,2 kg in zwei beschrifteten Vorräten.
Nächster Schritt
Ordne die Cocktailmenge in deinen gesamten Eventplan ein
Brorano schätzt Cocktailportionen als Teil des Events, den Getränkemix, Eis im Glas, Einkaufskategorien und allgemeine Gebindemengen sowie einen groben Kostenrahmen. Benannte Rezepte und die Batch-Verdünnung rechnet Brorano nicht hoch; dafür nutzt du die Rechnung aus diesem Ratgeber.
Häufige Fragen
Reichen 100 Gramm Eis für jeden Cocktail?
Nein. Für manche Gläser ist das ein brauchbarer Testwert, doch Eisgröße, Glasvolumen, Flüssigkeitshöhe und Drinkstil verändern die Menge. Wiege das tatsächlich gefüllte Glas. Crushed-Ice-Drinks und große Tumbler bekommen einen eigenen Test statt des Highball-Werts.
Zählt Eis zum Shaken zur Eismenge pro Cocktail?
Es zählt zum Einkauf des Events, wird aber getrennt vom Serviereis geführt. Miss eine normale Shakerfüllung, notiere die Anzahl der daraus entstehenden Drinks und multipliziere sie mit den benötigten Durchgängen. So bleiben Ablauf und Nachschub sichtbar.
Wie berechne ich Eis zum Kühlen von Flaschen?
Plane es anhand von Anzahl und Größe der Wannen, der gekühlten Getränkemenge, des Nachfüllens und des Aufbaus vor Ort. Cocktailportionen allein reichen als Basis nicht aus. Kühlung kann einen großen eigenen Vorrat benötigen und steht deshalb in einer separaten Zeile.
Welches Eis berücksichtigt der Brorano Rechner?
Brorano schätzt Eis in servierten Drinks und berücksichtigt einen Planungspuffer für Bedingungen und Schmelzen. Eis für Flaschen, Dosen, Fässer oder externe Kühlwannen wird nicht berechnet. Diese Mengen ergänzt du getrennt in der Einkaufsliste.