Wie berechne ich die Flaschen für einen Cocktail-Batch?
Multipliziere den Pour mit den Portionen, teile jede Zutatenmenge durch ihre Flaschengröße und runde den Einkauf pro Zutat auf.
Kurze Antwort
Berechne jede Spirituose und jeden Likör separat: benötigte Flaschen = Portionen × Milliliter pro Portion ÷ Milliliter pro Flasche. Runde das Einkaufsergebnis auf eine ganze Flasche auf. Für 60 Cocktails mit je 45 ml Gin brauchst du 2.700 ml. Geteilt durch eine 700-ml-Flasche ergibt das 3,86, also kaufst du vier Flaschen. Sie enthalten 2.800 ml; vor weiterer Nutzung oder praktischem Puffer bleiben 100 ml. Fasse verschiedene Produkte nicht zu einem Gesamtvolumen zusammen und leere nicht jede gekaufte Flasche in den Batch, wenn das Rezept weniger benötigt.
Zuerst den Flüssigkeitsbedarf berechnen
Beginne mit den Portionen eines Rezepts, nicht mit der gesamten Gästezahl. Haben 100 Gäste drei alkoholische Optionen, bestellen nicht alle denselben Cocktail. Lege den wahrscheinlichen Rezeptanteil fest und multipliziere danach den Spirituosen-Pour dieses Rezepts mit seinen geplanten Portionen.
Bleibe bei Millilitern. Sechzig Portionen zu 45 ml brauchen 2.700 ml; sechzig Portionen zu 20 ml brauchen 1.200 ml. Schreibe jede Zutat in eine eigene Zeile. So wird die Basisspirituose nicht mit einem kleineren Liköranteil verwechselt, nur weil beide dieselbe Flaschengröße haben.
Durch die tatsächliche Flaschengröße teilen
Verwende das aufgedruckte Volumen des Produkts. Eine 700-ml-Flasche und eine 750-ml-Flasche ergeben nicht dieselbe Zahl an Ausschankmengen. Bei 40 ml liefert 700 ml theoretisch 17,5 Portionen, 750 ml liefert 18,75. Für den Einkauf wird trotzdem auf ganze Flaschen aufgerundet.
Als Ertragskontrolle gilt: Flaschenvolumen ÷ Pourgröße. Die Dezimalzahl zeigt die theoretische Kapazität und verspricht keine angebrochene letzte Portion. Messgenauigkeit, Verkostung, Verschütten und Einsatz in anderen Rezepten verändern den Rest. Einkaufsrundung und tatsächlich abgemessene Batch-Menge bleiben zwei verschiedene Zahlen.
- Rezeptbedarf: Portionen × Pour in ml.
- Flaschenbedarf: Rezeptmilliliter ÷ Flaschenmilliliter.
- Einkauf: Flaschenbedarf auf eine ganze Flasche aufrunden.
- Batch: Rezeptbedarf abmessen, nicht das gesamte Einkaufsvolumen.
Mehrere Zutaten und Rezepte getrennt behandeln
Ein Cocktail mit 50 ml Tequila und 20 ml Orangenlikör braucht zwei Flaschenrechnungen. Bei 50 Portionen sind das 2.500 ml Tequila und 1.000 ml Likör. Mit 700-ml-Flaschen stehen vier Tequilaflaschen und zwei Likörflaschen auf der Liste. Sechs gemischte Flaschen würden den Bestand falsch beschreiben.
Nutzen zwei Cocktails exakt dasselbe Produkt, addierst du dessen Milliliter aus beiden Rezepten vor der Teilung. Verwenden 70 Drinks je 40 ml Wodka und 30 Drinks je 30 ml desselben Wodkas, beträgt der gemeinsame Bedarf 3.700 ml. Bei 700 ml pro Flasche sind das sechs Flaschen.
Einen kontrollierten Praxispuffer ergänzen
Die Rundung auf ganze Flaschen erzeugt bereits Reserve. Berechne diesen Rest, bevor du einen weiteren Prozentsatz addierst. Vier 700-ml-Flaschen für 2.700 ml Bedarf lassen schon 100 ml übrig, also mehr als zwei 40-ml-Pours. Ein großer zusätzlicher Puffer kann bei dieser Zutat unnötig sein.
Prüfe, ob verschlossene Ware weiterverwendet oder zurückgegeben werden kann, ob dieselbe Spirituose in anderen Drinks steckt und wie schnell Ersatz verfügbar wäre. Reserveflaschen bleiben möglichst verschlossen. Die Vorbereitungsliste zeigt benötigte Milliliter, gekaufte Flaschen, Menge je Batch und ungeöffneten Puffer.
Beispiele aus der Planung
60 Gin-Cocktails mit je 45 ml
Das Rezept braucht 60 × 45 ml = 2.700 ml Gin. Bei 700-ml-Flaschen ergibt 2.700 ÷ 700 = 3,86, also werden vier Flaschen gekauft. Für die geplanten Drinks misst du 2.700 ml ab; die übrigen 100 ml sind sichtbare Reserve.
50 Cocktails mit zwei Flaschenzutaten
Bei 50 ml Tequila und 20 ml Likör benötigt der Batch 2.500 ml und 1.000 ml. In 700-ml-Gebinden kaufst du vier Tequila- und zwei Likörflaschen. Saft, Sirup, Wasser, Garnitur und Eis werden in eigenen Zeilen berechnet.
Eine gemeinsame Spirituose in zwei Rezepten
Siebzig Drinks nutzen 40 ml Wodka und dreißig weitere 30 ml desselben Wodkas. Der Bedarf beträgt 2.800 + 900 = 3.700 ml. Geteilt durch 700 ml sind das 5,29 Flaschen, also decken sechs Flaschen beide Rezepte vor weiterer Verwendung.
Nächster Schritt
Ordne die Cocktailmenge in deinen gesamten Eventplan ein
Brorano schätzt Cocktailportionen als Teil des Events, den Getränkemix, Eis im Glas, Einkaufskategorien und allgemeine Gebindemengen sowie einen groben Kostenrahmen. Benannte Rezepte und die Batch-Verdünnung rechnet Brorano nicht hoch; dafür nutzt du die Rechnung aus diesem Ratgeber.
Häufige Fragen
Wie viele 40-ml-Cocktails ergibt eine 700-ml-Flasche?
Der theoretische Ertrag ist 700 ÷ 40 = 17,5. Die Flasche enthält also siebzehn volle Pours zu 40 ml und 20 ml Rest. Für einen Einkauf multiplizierst du zuerst den gesamten Rezeptbedarf und rundest danach die Flaschen auf.
Soll ich zehn Prozent Flaschenreserve addieren?
Prüfe zuerst den Rest, der durch ganze Flaschen entsteht. Der sinnvolle Puffer hängt von Menüüberschneidung, Messgenauigkeit, verfügbarem Nachschub und der weiteren Nutzung oder Rückgabe verschlossener Ware ab. Teure Zutaten sollten nicht automatisch gleich stark aufgebläht werden.
Kann ich alle Spirituosen vor der Flaschenteilung addieren?
Milliliter werden nur addiert, wenn sie dasselbe Produkt meinen. Gin und Likör bleiben getrennt, auch wenn beide in 700-ml-Flaschen kommen. Das Zusammenfassen verschiedener Zutaten liefert zwar ein Gesamtvolumen, aber eine falsche Einkaufsliste.
Nennt Brorano die Spirituosenflaschen für einen benannten Batch?
Nein. Für ein benanntes Rezept nutzt du die Rechnung dieses Ratgebers. Brorano schätzt allgemeine Spirituosen- und Mixergebinde aus der Cocktailzahl des Events, zusammen mit Getränkemix, Eis im Glas und grobem Kostenrahmen.