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Wie viele Getränke pro Person brauche ich für eine Party?

Ein brauchbarer Planungsrahmen für Partygetränke und die Faktoren, die Gesamtmenge und Getränkemix verändern.

Kurze Antwort

Für eine typische Party mit vier Stunden kannst du zunächst mit etwa vier bis sechs Portionen pro Gast über alle Kategorien rechnen – Wasser und alkoholfreie Getränke eingeschlossen. Eine Portion kann ein 0,33-l-Bier, ein 0,15-l-Glas Wein, ein Longdrink oder ein Glas Wasser beziehungsweise Softdrink sein. Das ist ein Einkaufswert und keine Empfehlung zum Alkoholkonsum. Dauer, Wetter, Essen, Fahrer, Kinder und die angebotenen Getränke verändern das Ergebnis deutlich.

Portionen als gemeinsame Einheit verwenden

Mit Portionen lassen sich Bier, Wein, Longdrinks, Wasser und Softdrinks vergleichen, bevor du alles in Flaschen und Gebinde umrechnest. Plane zuerst den gesamten Bedarf des Events, statt jedem Gast dieselbe Zahl alkoholischer Getränke zuzuordnen. Gäste wechseln die Kategorie, kommen später, gehen früher, fahren oder trinken alkoholfrei.

Für einen kurzen Empfang können zwei bis drei Portionen pro Person als Planungsfenster genügen. Ein vierstündiger Abend liegt häufig bei etwa vier bis sechs Portionen. Bei einem langen Event kommen weitere Getränke hinzu, besonders Wasser. Die Werte dienen dem Einkauf; Alkohol und Flüssigkeitsversorgung solltest du getrennt betrachten.

Die Gesamtmenge sinnvoll aufteilen

Die Gesamtzahl hilft nur, wenn sie zu deiner Getränkekarte passt. Bei Bier, Wein und alkoholfreien Getränken schätzt du, welchen Anteil jede Kategorie übernimmt. Rechne nicht für jede Kategorie eine volle Pro-Kopf-Menge zusätzlich ein. Genau dadurch entstehen unnötig große Restbestände.

Wasser sollte während des gesamten Events verfügbar sein und nicht nur als Reserve dienen. Softdrinks, Säfte und attraktive alkoholfreie Alternativen brauchen einen eigenen Anteil für Fahrer und Nichttrinker. Bei Cocktails gehören Spirituosen, Mixer, Zitrus und Eis dazu; dafür sinkt normalerweise der Bier- oder Weinanteil.

Menge an die Party anpassen

Die Dauer wirkt sich am stärksten aus, der Verbrauch bleibt aber nicht jede Stunde gleich. Die ersten Stunden sind meist lebhafter als das Ende. Warmes Wetter im Freien erhöht Wasser- und Kühlbedarf. Ein Essen verschiebt den Mix oft zu Wein und Wasser, eine späte Stehparty eher zu Bier und Longdrinks.

  • Kinder, Fahrer und Nichttrinker beim alkoholfreien Anteil mitzählen.
  • Bei Hitze, Tanz, salzigem Essen und Outdoor-Events mehr Wasser einplanen.
  • Überschneidungen reduzieren, wenn mehrere Alkohol-Kategorien dieselben Gäste ansprechen.
  • Eine kleine Reserve je Kategorie nutzen, statt jede Position pauschal aufzublähen.

Portionen in Einkaufsgebinde umrechnen

Steht der Getränkemix, rechnest du Portionen in kaufbare Gebinde um. Bei Bier multiplizierst du Portionen mit der geplanten Portionsgröße und teilst das Gesamtvolumen anschließend durch das Volumen von Flasche, Dose oder Kiste. Entspricht eine Portion einer 0,33-l-Flasche, ist die Portionszahl zugleich die Flaschenzahl. Bei Wein ergeben 0,75 Liter ungefähr fünf Gläser zu 0,15 Liter. Für Longdrinks multiplizierst du die Portionen mit dem Ausschankmaß jeder Rezeptzutat. Runde auf Kisten- oder Packungsebene auf, nicht nach jedem kleinen Zwischenschritt.

Prüfe Lagerung und Kühlung, bevor du zusätzliche Ware einplanst. Ungekühlte Kisten helfen weniger als eine ausgewogene Menge, die in Kühlschrank, Wannen und Ausschank passt. Rückgabefähige, ungeöffnete Ware solltest du getrennt lagern. Alkoholfreie Produkte müssen an der Bar klar erkennbar sein.

Beispiele aus der Planung

30 Gäste, vierstündige Wohnungsparty

Bei fünf Portionen ergibt sich ein Arbeitswert von 150 Getränken. Für ein bieraffines Publikum könnte der Mix aus 55 Bier, 25 Wein, 20 Longdrinks und 50 Wasser oder Softdrinks bestehen. Erst diese Aufteilung wird in Gebinde umgerechnet und mit dem Kühlplatz abgeglichen.

60 Gäste, warme Gartenparty

Ein warmer Nachmittag braucht einen größeren Anteil Wasser und Alkoholfreies. Mit sechs Portionen entstehen 360 Getränke. Die zusätzliche Menge sollte vor allem Wasser, Schorlen und Softdrinks abdecken, nicht einfach mehr Alkohol. Für Flaschenwannen kommt separates Kühleis hinzu.

20 Gäste, zweistündiger Empfang

Für einen kurzen Empfang können rund 50 Portionen als Planungswert reichen. Ein Begrüßungsgetränk, eine zweite alkoholische oder alkoholfreie Wahl und frei zugängliches Wasser passen zum Format. Eine volle Abendmenge würde unnötig offene Flaschen und Reste erzeugen.

Nächster Schritt

Mach aus deiner Gästeliste einen praktischen Getränkeplan

Brorano nutzt Gästezahl, Dauer, Eventtyp, Wetter und Zielgruppe, um Getränkekategorien, Eis im Glas mit Schmelzreserve, Einkaufsmengen und Einkaufskategorien sowie einen Kostenrahmen zu schätzen. Kühleis für Flaschen ergänzt du separat.

Häufige Fragen

Ist ein Getränk immer eine Flasche?

Nein. Gemeint ist eine Portion, zum Beispiel eine Bierflasche, ein Glas Wein, ein Longdrink oder ein Glas Wasser. Wein und Spirituosen werden anschließend anhand der Ausschankmenge in Flaschen umgerechnet.

Zählt Wasser zur Getränkemenge pro Person?

Ja. Wasser gehört zum gesamten Getränkebedarf und sollte zusätzlich separat geprüft werden, damit es den ganzen Abend verfügbar bleibt. Bei Hitze oder aktiven Events muss sein Anteil steigen.

Wie viel Reserve sollte ich einplanen?

Nutze eine moderate Reserve bei Kategorien, die während des Events schwer nachzukaufen sind. Schlage nicht auf jede Position denselben hohen Prozentsatz. Gebindegrößen, Rückgabemöglichkeiten, Wetterunsicherheit und nahe Geschäfte bestimmen den sinnvollen Puffer.

Ist das eine Empfehlung zum Alkoholkonsum?

Nein. Die Werte dienen Einkauf und Ausschank über alkoholische und alkoholfreie Kategorien hinweg. Sie sagen nicht, was eine einzelne Person trinken sollte. Wasser und attraktive alkoholfreie Alternativen sollten immer angeboten werden.

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